Der Vorstand des Landesfrauenrat Sachsen e.V. (LFR) und der Fachbeirat des Projektes „frauenorte sachsen“ haben für die neuen „frauenorte 2019“ abgestimmt.
In diesem Jahr noch wird der Blick wieder auf außergewöhliche Frauen gerichtet, die Sachsen auf ihre unterschiedliche Art und Weise geprägt haben.

Für diese Frauen und „frauenorte“ wurde abgestimmt:

Clara Schumann in Leipzig
Angelika Hartmann in Leipzig
Elfriede Lohse-Wächtler in Dresden
Marianne Brandt in Chemnitz
Dr. med. Christa Mannfeld-Hartung in Radebeul

An den Wirkungsorten der Persönlichkeiten werden Tafeln oder Stelen errichtet, auf denen ein historischer Einblick in die jeweilige Zeit möglich wird.


Der Vorstand des Landesfrauenrat Sachsen e.V. (LFR) und der Fachbeirat des Projektes „frauenorte sachsen“ suchen Ideen für neue „frauenorte“. Alle Bürger/innen, Institutionen, Organisationen oder Vereine im Freistaat sind aufgerufen, dem LFR für 2019 neue Vorschläge einzureichen.

Die Ausschreibung läuft noch bis 28. Februar 2020!

Hier geht’s zur Ausschreibung.


NEUE INTERNETSEITE ZU „frauenorte sachsen“
www.frauenorte-sachsen.de


Dreizehnte „frauenorte sachsen“ Gedenktafel in Meißen eingeweiht

Am 26.03.2019 wurde feierlich die Gedenktafel für Louise Otto-Peters in der Roten Schule Meißen eingeweiht. Begleitet wurde die Einweihung von einem kleinen, festlichen Rahmenprogramm.

Stellvertretend für den Oberbürgermeister, Olaf Raschke, eröffnete Martina Fischer vom Stadtmuseum Meißen die Veranstaltung. Sie gab allen Gästen einen kurzen historischen Abriss über die Rote Schule, an der Louise selbst einige Jahre gelernt hat. Aschließend richtete Susanne Köhler, Vorsitzende des Landesfrauenrat Sachsen e.V., einige Grußworte an die Gäste. Zwei Schülerinnen des Franziskaneum Meißen begleiteten das Programm mit einer Gesangseinlage und einem Szenenspiel zusammen mit Louise Otto-Peters, alias Gabriele Kluge. Anschließend wurde das Gedicht „Schneeglöckchen“ von Louise vorgetragen. Die Veranstaltung endete mit der feierlichen Enthüllung der Tafel.


 

Zwölfte „frauenorte sachsen“ Gedenktafel in Schneeberg eingeweiht

Am 4. Oktober 2018 fand in Schneeberg die feierliche Einweihung der Gedenktafel für Rosina Schnorr am Stadtverwaltungsgebäude in der Schulgasse 9 in Schneeberg statt. Rosina Schnorr war eine der bedeutendsten Unternehmerinnen des 17. Jahrhunderts in Sachsen. Nach dem Tod ihres Mannes führte sie erfolgreich die Geschäfte im Montanwesen weiter und mehrte das Vermögen. 1677 spendete sie der Stadt Schneeberg 2000 Gulden für die Errichtung eines Waisenhauses.


 

Elfte „frauenorte sachsen“ Gedenktafel in Bautzen eingeweiht

Am 2. Oktober 2018 fand in Bautzen die feierliche Einweihung der Gedenktafel für Christel Ulbrich statt. Diese wurde im Zuge des Projektes „frauenorte sachsen“ am Steinhaus Bautzen angebracht. Christel Ulbrich (1908–1996) war Tanztherapeutin, Musik- und Tanzpädagogin. Sie gilt als Wegbereiterin der Tanz- und Bewegungstherapie in der DDR und widmete sich der frühkindlichen Erziehung und dem Aufbau geselliger Tanzkreise, so auch im heutigen Steinhaus in Bautzen. Nach der Einweihung der Tafel wurde ein geselliges Tanzfest mit Livemusik und einem bunten Mix von Mitmachtänzen veranstaltet.


 

Zehnte „frauenorte sachsen“ Gedenktafel in Chemnitz eingeweiht

Am 3. September 2018 wurde in Chemnitz die Gedenkstele für Marie-Luise-Pleißner (1891-1983) feierlich eingeweiht. Trotz Verlust des Berufes gab sie jüdischen Kindern und Eltern privat Sprachunterricht, um sie bei ihrer Emigration zu unterstützen und arbeitete auch nach Kriegsende wieder als Lehrerin. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern einer Vorläuferpartei der Liberaldemokratischen Partei Deutschlands, für die sie in den Sächsischen Landtag gewählt wurde. Marie Luise Pleißner setzte ihr frauen- und friedenspolitisches Engagement fort: Sie war Mitbegründerin des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands und hielt zahlreiche Vorträge vor Friedensgesellschaften im Ausland.


 

Neunte „frauenorte sachsen“ Gedenktafel in Leipzig eingeweiht

Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. hat am 20. August im Rahmen des Projektes „frauenorte sachsen“ Gedenktafel zu Ehren Dr. phil. Käthe Windscheid in Leipzig eingeweiht. Die erste promovierte Philologin und Wegbereiterin des Frauenstudiums in Deutschland, Dr. Käthe Windscheid (1859-1943) hat am Ort der Einweihung nahe des Dorotheenplatz in Leipzig als Lehrerin von 1901–1905 Gymnasialkurse für Mädchen gegeben. Neben einem musikalischen Rahmenprogramm durch Ingeborg Freytag gab es Redebeiträge von Prof. Dr. Thomas Fabian, Leipziger Bürgermeister für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule sowie Genka Lapön, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Leipzig.


 

Achte „frauenorte sachsen“-Gedenktafel in Zwickau eingeweiht

Am 22. August 2018 wurde die erste Tafel für das Jahr 2018 eingeweiht. Diese befindet sich in Zwickau und wurde zu Ehren von Bertha von Groitzsch errichtet. Die in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts geborene Gräfin trug mit ihren Stiftungstätigkeiten dazu bei, dass Zwickau das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Neben einem Kloster gründete sie auch die erste Pfarrkirche Zwickaus und stattete sie mit ihrem Vermögen aus. Die Tafel wurde im Rosengarten am Schwanenteichpark, Ecke Humboldtstraße/Reichenbacher Straße in Zwickau errichtet. Bertha von Groitzsch lebte bis zum 2. Viertel des 12. Jahrhunderts.


 

Siebte „frauenorte sachsen“- Gedenktafel befindet sich in Annaberg-Buchholz

Am 19. Oktober 2017 wurde in Annaberg-Buchholz eine frauenorte-sachsen-Gedenktafel über Barbara Uthmann eingeweiht. Angebracht wurde die Tafel am Haus der Freien Presse in Annaberg-Buchholz, das 40 Jahre das Wohnhaus von Barbara Uthmann war. Ihre Würdigung erfährt Barbara Uthmann als bedeutendste Montanunternehmerin im Erzgebirge. Außerordentlich bekannt wurde sie ebenfalls als Bortenhändlerin. Sie lebte von 1514-1575.


 

Mira-Lobe-Gedenktafel in Görlitz eingeweiht
Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. hat am 11. Oktober 2017 im Rahmen seines Projektes „frauenorte sachsen“ in Görlitz eine Gedenktafel zur jüdischen Kinder- und Jugendbuchautorin Mira Lobe eingeweiht. Sie ist an der  Ecke Otto-Müller-Straße/Struvestraße zu finden.
Mira Lobe, gebürtige Görlitzerin, ist mit über 100 Kinder- und Jugendbüchern eine der erfolgreisten Schriftstellerinnen in Österreich. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Sie lebte von 1913 bis 1995.


 

Fünfte „frauenorte sachsen“- Gedenktafel steht in Bad DübenDer Landesfrauenrat Sachsen e.V. hat am 28. September 2017 im Rahmen seines Projektes „frauenorte sachsen“ in Bad Düben eine Gedenktafel zur Konzertpianistin Louise Hauffe eingeweiht. Sie steht  Am Kurhaus im Kurpark Bad Düben.
Louise Hauffe wurde im In- und Ausland bekannt als Solistin und Kammermusikerin. Sie musizierte mit zahlreichen namhaften Musiker/innen ihrer Zeit. Ihr Name ist eng verbunden mit Clara Schumann. Sie lebte von 1836 bis 1882.



 

Vierte „frauenorte sachsen“- Gedenktafel steht jetzt in Wiederau

Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. hat am 5. Juli 2017 im Rahmen seines Projektes „frauenorte sachsen“ in Wiederau eine Gedenktafel zur Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin eingeweiht. Sie steht  Am Museum „Alte Dorfschule“ in Wiederau/Gemeinde Königshain.
Clara Zetkin war Mitgründerin der Sozialistischen Fraueninternationale, die 1910 den Internationalen Frauentag beschloss. Sie lebte von 1857 bis 1933.



 

Dritte Gedenktafel steht jetzt in Dresden
Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. hat am 14. März 2017 im Rahmen seines Projektes „frauenorte sachsen“ in Dresden eine Gedenktafel zur Frauenrechtlerin und Politikerin Marie Stritt eingeweiht. Sie steht auf dem Gelände des Studentenwerks Dresden an der Marie-Stritt-Straße/Ecke Bertolt-Brecht-Allee. Marie Stritt war Mitgründerin des Dresdner Rechtschutzvereins für Frauen, der sich für die rechtliche Gleichstellung der Frau in Ehe und Beruf einsetzte. Sie lebte von 1855 bis 1928.



 

„frauenorte sachsen“ – zweite Gedenktafel steht jetzt in Zwickau
Der Landesfrauenrat Sachsen e.V. hat am 13. Dezember 2016 im Rahmen seines Projektes „frauenorte sachsen“ in Zwickau eine Gedenktafel zur Rechtshistorikerin Prof. Dr. Gertrud Schubart-Fikentscher eingeweiht. Sie steht im Schwanenteichpark zwischen Reichenbacher und Humboldtstraße. Prof. Dr. Gertrud Schubart-Fikentscher wurde 1948 als erste Frau im deutschsprachigen Raum an einen Lehrstuhl einer juristischen Fakultät berufen. Die Zwickauerin lebte von 1896 bis 1985.



 

Erste „frauenort sachsen“-Tafel in Chemnitz eingeweiht
Sachsen hat einen ersten frauenort. Er wurde am 25. Oktober 2016 vom Landesfrauenrat Sachsen e. V. feierlich eingeweiht. Mit der ersten Gedenktafel am Schillerplatz gegenüber der Alten Aktienspinnerei wird über die Streikführerin Ernestine Minna Simon (geb. 1845) informiert.

Sie gilt als erste Frau, die einem größeren Streik vorstand. Als couragierte Streikführerin setzte sie sich erfolgreich für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter/innen in der Chemnitzer Aktienspinnerei ein.



Der Fachbeirat setzt sich zusammen:
Dr. Berndt, Sandra / Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
Bock, Jessica / Landesfrauenrat Sachsen e.V.
Kämmerer, Gerlinde / Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V.
Pankau, Andrea / Landesfrauenrat Sachsen e.V.
Salzmann, Susanne / Frauenstadtarchiv Dresden
Prof. Dr. Schötz, Susanne / TU Dresden